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Vorankündigung · 18 April 2010

Emerald Isle haben mich gefragt, ob ich an der Bouzouki mitspielen würde. Aber klar, immer gern!
Ich freu mir jetzt schon ein Loch in den Bauch. Das wird mal bestimmt ein geiler Abend!

Senf dazu? [1]


Vallendar, ein Wintermärchen · 19 Januar 2010

Der Schnee ist getaut, also wird es Zeit für den Aufsatz „Mein schönstes Wintererlebnis“. Meiner geht so:

Eines schönen, verschneiten Wintermorgens, beschloss ein mehr oder weniger junger Mann, seinem angetrauten Eheweibe und sich selbst eine Freude zu bereiten, indem er zur Bäckerin gehen wollte, um frische Brötchen nach Hause zu bringen.
Die Leute in seinem Dorf schienen unter einer großen Last zu leiden, da sie sehr unfreundlich waren. So begrüßten sich diese Menschen nie, wenn sie einander auf der Straße begegneten.
Der mehr oder weniger junge Mann, beschloss also, auch diesen Leuten eine Freude zu machen und machte sich auf seinen Weg durch das verschneite Dorf.
Kurz bevor er den Laden der schönen Bäckerin erreichte, der Duft der frischen Backwaren stieg schon in seine Nase, begegnete er einem älteren Mann und begrüßte ihn freundlich mit den Worten „Guten Morgen.“
Nach kurzem Innehalten musste der mehr oder weniger junge Mann seinen Weg schockiert fortsetzen. Begrüßt hatte ihn der Herr mit den Worten: „So eine Scheiße hier!“

Wenige Tage später beschloss unser mehr oder weniger junger Held die Brötchenfreude mit einem kleinen Drahteselausritt durch den immer noch tief verschneiten Wald zu verbinden.
Dick verpackt und vor Glückseligkeit strahlend, schließlich war er gerade einem Reh begegnet und zwei Stunden in herrlichster Natur unterwegs gewesen, bog der Reiter auf eine öffentliche Straße zum nämlichen Geschäft der Bäckerin ein.
Der heldenhafte Eselritter erblickte in einiger Entfernung drei ältere Herrschaften. Als diese ihn erblickt hatten, beschlossen sie, sich dem Ritter wagemutig in den Weg zu werfen.
Da der Ritter sein Ross aber frisch gepflegt hatte, gelang es ihm, rechtzeitig zum Stillstand zu kommen und die Gruppe, bei der es sich vermutlich um Wegelager handelte, kopfschüttelnd zu umfahren, nicht ahnend, dass dies ein Fehler zu sein schien.

„Wat schüttelse dä Kopp?“ schalte es ihm barsch entgegen.
„Werter Herr, ich schaue nur rechts und links, ob vielleicht noch einer der Herren Lust verspüren möge, sich mir und meinem Ross in den Weg zu stellen,“ entgegnete der Ritter mutig und mit einer stillen Freude unter seinem Helm.
Der Ritter schien Glück zu haben, denn die Wegelagerer beließen es bei einer mündlichen Verwarnung: „Du häs hier im Winter jar nichs ze sooche, Blödmann.“

Noch heute kann man das Lachen des Ritters durch das enge Tal vernehmen, wenn er sich an diese Begebenheiten erinnert.

Senf dazu? [1]


Die beste Band der Welt · 14 November 2009

Ich weiß, diesen Titel hat sich schon eine Kapelle verliehen und es gäbe sicherlich mindestens 538 weitere Anwärter. (Spontan fallen mir da ein: Queen, Deep Purple, The McCalmans, Das Orchestre de la Suisse Romande…. um mal so eine kleine Auswahl zu nominieren.)


Photo © 2008, Canadian Brass

Was sich gestern allerdings im tiefsten Westerwald zutrug war schier unglaublich. Ein kleiner Musikverein hatte Canadian Brass zum Geburtstagskonzert eingeladen und leider viel zu wenige folgten. Unverständlicherweise war die Westerwaldhalle in Rennerod nicht ausverkauft, was die 5 Herren mit den güldenen Instrumenten und den weißen Turnschuhen aber nicht im mindesten beeindruckte.
Nach der traditionellen Eröffnungsnummer “A closer walk with thee” legten The Brass dann los und boten eine atemberaubende Mischung aus Klassik, Jazz und Popmusik – das ganze gewürzt mit den deutschsprachigen Ansagen eines Herrn Daellenbach und den Zauberkunststücken des Jeff Nelsen, der allen Instrumenten vor “Beale Street Blues” die Blue Note mittels eines Illusionszaubers einimpfte.

Dass man “Penny Lane” durchaus als barockes Trompetenkonzert interpretieren kann, zeigte das jüngste Mitglied Brandon Ridenour. Ich war sprachlos.

Überhaupt, die Trompeter Ridenour und sein Partner Chris Coletti zeigten, wie das Ensemble mittlerweile funktioniert. Die Erfahrung und Ausstrahlung der beiden Gründungsmitglieder Chuck Daellenbach (Tuba) und Gene Watts (Posaune) wird hervorragend ergänzt durch junge Instrumentalisten, ob sie nun Joe Burgstaller, Ryan Anthony oder eben Colletti und Ridenour heißen. Canadian Brass sind nicht mehr die selben, seit Ronald Romm und Fred Mills (Im September 2009 tödlich verunglückt) nicht mehr dabei sind, aber sie sind eben immer noch Canadian Brass.
Und nach einem Hornisten wie Jeff Nelsen, der nebenher noch durch seine Alleinunterhalterqualitäten glänzt, dürften sich andere Ensembles wohl durchaus die Finger schlecken.

Nach einem routiniert vorgetragenen ersten Teil folgte mein privatpersönlicher Höhepunkt im zweiten Teil, als die Band die eigens für sie komponierte Blechbläseroper “Hornsmoke” aufführte (Für einen Eindruck, darf man gern hier und hier nachschauen.

Wenn dann nach gut zwei Stunden Konzertprogramm immer noch Kraft für zwei Zugaben ist, bleibt mir nur der alte Klassiker aus Wayne’s World: Wir sind unwürdig….

Fazit: Ein großartiger Abend mit einer Band, die ich hoffentlich nicht zum letzten mal gesehen habe.

Senf dazu?


Am 9. November · 9 November 2009

1881 wurde das zweite Klavierkonzert von Johannes Brahms uraufgeführt, von dem mir besonders die Aufnahme mit Leinsdorf und Richter gefällt.
Unbedingt mal anhören…


Johannes Brahms

Senf dazu? [1]


Herzlichen Glückwunsch · 31 Oktober 2009

Carlo Pedersoli, Held meiner früheren und späteren Jugend und einmal sogar Vorbild für eine gebrochene Hand, feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch Bud Spencer

Schlag Senf dazu?